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Coca, die heilige Pflanze der Inka – Part 1

Eine Dokumentation von Diana Seiler. Coca – die Kulturpflanze der Anden, von den Inka und ihren Nachfahren verehrt, gilt im Westen als gefährliche Droge. Denn Coca ist die Basis des Kokains, das Hunderttausende in Abhängigkeit hält. Aber die Pflanze aus den Bergen Südamerikas ist nicht identisch mit der Modedroge des Westens. Für die Menschen Südamerikas ist sie heilig: Coca darf bei keinem Ritual fehlen. Sie ist reich an lebenswichtigen Stoffen – 100 Gramm Cocablätter haben rund 300 Kalorien. Sie ist Medizin – Coca hilft bei Magenbeschwerden, gegen die Höhenkrankheit und balanciert den Blutzuckerspiegel aus. Sie ist Zahlungsmittel – Menschen kaufen Kartoffeln, Kaffeebohnen und viele andere Dinge des täglichen Bedarfs und bezahlen mit Coca. Sie ist ein Medium – Männer und Frauen mit besonderen Gaben kommunizieren durch sie mit den Gottheiten, Wahrsager lesen aus den Coca-Blättern die Zukunft. Diana Seiler und ihr Kameramann Oliver Klös haben auf den Spuren der 5.000 Jahre alten Pflanze Peru und Bolivien bereist. Sie fanden Mythen und Märchen, Heiler und Hellseher. Sie trafen Coca-Bauern, die in den traditionellen Anbaugebieten leben und die, denen der Anbau Ende der achtziger Jahre verboten wurde, weil die enorme Nachfrage der Kokain-Mafia einen beispiellosen Boom ausgelöst hatte. Die Blätter der Coca enthalten neben Kalzium, Eisen, Phosphor und Vitaminen ein wirkungsvolles Alkaloid, das der Goslarer Pharmazeut Albert Niemann 1860 isoliert hatte: Kokain. Diese Entdeckung
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