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Zwangshandlungen 2/3

Zwangshandlungen oder -rituale sind Stereotypien, die ständig wiederholt werden. Der Patient erlebt sie oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihm Schaden bringen oder bei dem er selbst Unheil anrichten könnte. Im allgemeinen wird dieses Verhalten als sinnlos und ineffektiv erlebt, es wird immer wieder versucht, dagegen anzugehen. Angst ist meist ständig vorhanden. Werden Zwangshandlungen unterdrückt, verstärkt sich die Angst deutlich. Gerade ist hinter Sabine die Haustür ins Schloss gefallen, als sie voller Panik wieder aufschließt. Ist der Herd auch wirklich aus? Sie muss es noch mal überprüfen, obwohl sie diese Zeremonie heute schon dreimal hinter sich hat. Es wird immer schlimmer. Sie hat Angst, eines Tages verrückt zu werden. Insgesamt schätzt man, dass in Deutschland 1,5 Millionen Menschen von Zwangshandlungen betroffen sind. Sie wissen oft nicht, dass es sich bei ihren Zwängen um eine chronische Erkrankung handelt. Bisher sind die Ursachen für Zwangserkrankungen noch ungeklärt. Je nach Ausprägung, können sie sogar gefährlich für den Betroffenen werden, zum Beispiel, wenn der Waschzwang so stark ist, dass der Mensch noch die Hände schrubbt, wenn diese bereits bluten. Sicher ist, dass die Erfahrungen in der Kindheit eine Rolle spielen.
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